Bachyoga – oder warum die schönsten Stunden manchmal anders verlaufen
Viele denken wahrscheinlich:
„Die hat doch einen an der Klatsche.“
Und wisst ihr was?
Vielleicht stimmt das sogar ein bisschen.
Vor einigen Jahren kam mir nämlich der Gedanke:
Warum sollte Yoga eigentlich nur auf einer Yogamatte stattfinden?
Warum nicht mitten im Bach?
Heute weiß ich: Die Idee war gar nicht so verrückt. Inzwischen gibt es sogar richtige Bachyoga-Fans.
Die Übungen sind im Grunde dieselben wie an Land – nur eben im Wasser und ausschließlich im Stehen.
Einige meiner Waldgöttinnen kommen inzwischen sogar im Badeanzug. Gar nicht dumm. Wenn bei einer Balanceübung der Fuß wegrutscht, landet man nicht auf der Yogamatte, sondern mit einem ordentlichen Platscher im Bach.
Von der Vorwärtsbeuge bis zur Wildgans ist alles dabei.
Und manchmal habe ich das Gefühl, dass die Freude am Planschen dem Yoga fast den Rang abläuft.
Besonders beliebt sind unsere Dehnübungen am alten Holzgeländer. Dort bleiben regelmäßig Spaziergänger stehen und beobachten uns neugierig.
Manchmal fühlen wir uns tatsächlich wie eine kleine Attraktion.
Heute allerdings kam alles ganz anders.
Als wir an unserer Wassertretstelle ankamen, hatte sie bereits eine fröhliche Horde Kinder erobert. Und ganz ehrlich?
Die brauchten die Abkühlung mindestens genauso dringend wie wir.
Die Wassertretstelle gehört schließlich weder mir noch meinen Waldgöttinnen. Also kurz überlegen … Plan B. Oder vielleicht sogar Plan A.
Wir verlassen den gewohnten Weg und laufen ein Stück weiter zu einem ruhigen Altrheinarm.
Das Wasser ist glasklar.
Wobei …
Man sollte vielleicht nicht allzu genau hineinschauen.
Ich hatte nämlich ausgerechnet heute meine Sonnenbrille mit Sehstärke auf.
Da entdeckt man plötzlich Dinge, die man lieber gar nicht gesehen hätte.
Zum Glück haben meine Waldgöttinnen nicht so genau hingeschaut.
Sie sind einfach mit mir ins Wasser gestiegen.
Und plötzlich war alles still.
Kein Kinderlachen oder Geschrei.Keine Spaziergänger.
Nur das leise Plätschern des Wassers.
Das Zwitschern der Vögel. Wildpflanzen am Ufer. Und wir.
Manchmal entstehen die schönsten Momente genau dann, wenn der ursprüngliche Plan nicht funktioniert.
Wir standen gemeinsam im Wasser. Atmeten. Lachten. Genossen die Kühle.
Und tauchten für einen Augenblick aus dem Alltag aus.
Ich glaube, genau das war heute das eigentliche Highlight.
Nicht das Yoga. Nicht die Asanas.
Sondern dieses Gefühl, mit der Natur zu verschmelzen und einfach nur da zu sein.
Übrigens …
Am Samstag, 25. Juli, setze ich noch einen drauf.
Nur für Badenixen & Wasserfrösche
Wir treffen uns von 8.30 bis 10.00 Uhr zu einer besonderen Sommer-Ausgabe:
Waldyoga im wunderschönen Auenwald von Auenheim – kombiniert mit einer erfrischenden Bachwanderung.
Und für alle Langschläfer gibt es natürlich einen kleinen Wake-up-Shot, der garantiert die letzten Reste der Morgenmüdigkeit vertreibt.
Ich freue mich auf euch. Plätze sind natürlich begrenzt.
Wir sind natürlich nur Gast im Wald.
Eure Daniela