Samstag Retreat Alltag

Purify & Rise – Samstag im Retreatleben 

 

Der Samstag beginnt… sagen wir mal… ausbaufähig. 

Tanya und ich haben beide ziemlich schlecht geschlafen.

Warum? Das wissen vermutlich nur die Götter.

Trotzdem: 6 Uhr aufstehen.

Tee kochen. Kaffee kochen.

Ja ja – ich weiß… Kaffee im Yoga- und Ayurveda-Retreat. 

Aber ganz ehrlich:

Aus Erfahrung kann ich sagen – es bringt nichts, wenn hier alle mit Kopfschmerzen vom Koffeinentzug sitzen.

Wir sind kein Ashram.

Unser Wochenende soll Körper, Geist und Seele reinigen und stärken –

und nicht zusätzlich stressen.

Jeder so, wie es für ihn möglich ist.

Wir geben Impulse. Niemand muss sich verbiegen. 

 

Währenddessen bereitet Tanya den großen Saal vor.

Lüften, räuchern, nochmal lüften.

Kerzen werden angezündet,

und überall auf den Tischen landen kleine, bunte Kraniche.

Ein großer Strauß knallgelber Osterglocken läutet den Frühling ein. 

Langsam wird der Raum zu etwas Besonderem.

 

Die Ladies sind noch in ihren Zimmern…

vielleicht schon mitten in ihrem ayurvedischen Morgenritual.

Für viele ganz neu. Sich trauen. Ausprobieren. Spüren.

Gegen 7:30 trudeln die ersten ein. Die Morgen-Session beginnt – und ich?

 

Ich husche in die Küche, und verwandele mich in die Göttin des nährenden Parts dieses Retreats.( Details zur ayurvedischen Ernährung spare ich mir jetzt mal –

das wäre ein eigenes Kapitel… und kann man ja auch bei mir buchen )

 

Also zurück zur Realität:

Porridge fürs Frühstück – warm, weich, gut für den Bauch.

Dazu Toppings, knallbunte Power-Drinks

und natürlich Kräutertees.

Als die Yogaeinheit endet, kommen alle hungrig in die Küche.

Schüsseln werden gefüllt,Tassen auch.

Wir frühstücken gemeinsam.

Und ich freue mich so zu sehen, wie sich alle darauf einlassen –

und wie zufrieden sie aussehen. Nach dem Frühstück geht es raus.

2,5 Stunden durch Wald und Natur.

Und ich muss sagen: Was für ein Ort.

So nah – und doch so weit weg vom Alltag.

Ich hatte eigentlich andere Pläne…Waldbaden, stille Momente…

Aber stattdessen wurde es etwas ganz anderes:

 

Tiefe Gespräche.Austausch. Gemeinsames Gehen.

Und genau das war richtig. 

Ein paar Dehnübungen am „Baum der Freiheit“,

achtsames Gehen, Moos fühlen,

mit der Nase an die Tannen – den Duft von frischem Harz einatmen. Einfach sein.

Tiefenentspannt kamen wir zurück.

Dann ein kleines Highlight:

Alle durften sich ein Plätzchen in der Sonne suchen,

Füße in warme, duftende Fußbäder.

Genuss für die Seele. Und für mich?

Ab zurück in die Küche. 

Mittagessen vorbereiten – und ja, ich gebe es zu:

Die Frage „Reicht es? Schmeckt es?“

läuft bei mir ungefähr drei Tage im Kopf in Dauerschleife.

Das Buffet steht schließlich da –

frisch, bunt, mit vielen Frühlingskräutern. 

Alle essen. Ich atme auf. Kurze Pause für alle.

Küche aufräumen, Spülmaschine an, einmal kurz hinsetzen. Und dann geht’s weiter.

 

Somatisches Yoga mit Tanya.

Die Ladies – entspannt, losgelöst, mit einem Strahlen im Gesicht.

Der ganze Raum voller Vibration.

Zum Savasana komme ich wieder dazu. Mit Klangschalen.

Ich stelle sie auf die Körper, lasse sie schwingen…

Und man sieht es sofort: Die Gesichter verändern sich.

Weicher. Ruhiger. Zufrieden.

Kurze Pause…und zack – bin ich wieder zurück in meiner zweiten Rolle:

Küchengöttin. 

Ich springe wirklich wie ein Gummiball von einer Aufgabe zur nächsten.

Nur das Stoppen…das übe ich noch.

(Man könnte es ADHS nennen… oder einfach: viel Energie )

Am Abend wird es wärmend.

Suppen, Gewürze, Blüten – alles ein bisschen magisch.

Und dann noch ein kleines Ritual vor dem Schlafengehen.

Keine Kakaozeremonie…natürlich nicht. Eine eigene Kreation:

Ayurveda küsst Schokolade aus Costa Rica. 

Direktimport aus meinem letzten Urlaub.

 

Und dann…Husch, husch ins Bett.

Die einen: glücklich, entspannt, gewachsen.

Wir: platt. Aber auch glücklich. Und mit diesem Gefühl:

Heute war genau richtig. 

 

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