Über mich – Die mit den Waldgöttinnen
Ich bin die, die Yoga am liebsten ohne Dach unterrichtet.
Die findet, dass ein bisschen Matsch unter den Schuhen heilsamer sein kann als ein perfekt gewischter Studio-Boden.
Der Kehler Rheinwald ist mein Yogastudio.
Zwischen Himmel und Erde begleite ich Frauen jeden Alters – von 40 bis 87 – beim Balancieren, Dehnen, Lachen und Leben.
Ich liebe es zu sehen, wenn eine 87-jährige im Einbeinstand steht und denkt: „Geht doch.“
Ich liebe es, wenn Sonntagmorgens Lachyoga ganz ungeplant entsteht.
Ich liebe es, wenn aus einer Yogastunde eine Gemeinschaft wächst.
Für mich ist Yoga keine Performance.
Es geht nicht um perfekte Posen oder darum, wie beweglich man aussieht.
Es geht darum,
beweglich im Kopf zu bleiben,
im Herzen weich zu werden,
im Körper stark zu sein,
und im Leben aufrecht zu stehen.
Meine Stunden dürfen lebendig sein.
Sie dürfen laut sein.
Sie dürfen still sein.
Und manchmal sind sie alles gleichzeitig.
Ich glaube daran, dass in jeder Frau eine Göttin wohnt.
Manchmal zeigt sie sich im Gleichgewicht auf einem Bein.
Manchmal beim herzhaften Lachen im Wald.
Und genau dafür bin ich da:
um Raum zu halten.
Um zu erinnern.
Um gemeinsam zu wachsen.
Wenn du Lust hast, zwischen Himmel und Erde ein Stück näher zu dir selbst zu kommen –
dann schnapp dir deine alte Jogginghose.
Der Wald wartet schon.
Waldyoga im Kehler Rheinwald – Zwischen Himmel, Erde und einer Portion Lebensfreude
Viele denken bei Waldyoga zuerst:
„Im Wald auf dem Boden rumturnen?“
Nein, nein.
So ist das nicht.
Meine Wald - Yogastunden in Kehl & Diersheim sind kein Studio mit Dach und Spiegelwand.
Mein Yogaraum ist zwischen Himmel und Erde.
Wenn du nach oben schaust, siehst du Weite –
mal stahlblau, mal wolkenverhangen wie ein dramatisches Theaterstück.
Wenn du nach unten spürst, fühlst du die Erde –
manchmal weich, manchmal matschig, manchmal raschelnd.
Und mittendrin: wir.
Frauen zwischen 69 und 87 Jahren.
Ja, siebenundachtzig.
Und wenn eine meiner 87-jährigen Waldgöttinnen im Einbeinstand steht, denke ich jedes Mal:
Genau so möchte ich auch einmal altern.
Ich nenne sie liebevoll meine Waldgöttinnen.
Denn in jeder von uns wohnt eine Göttin.
Manchmal zeigt sie sich würdevoll im Gleichgewicht.
Manchmal lacht sie schallend im Wald.
Sie alle haben ähnliche Ziele:
Nicht rosten.
Beweglich bleiben.
Vorwärtsbeugen können.
Beim Autofahren über die Schulter schauen.
Und vor allem: so lange wie möglich selbst die Socken an- und ausziehen.
Es geht um Dehnen.
Um Strecken.
Um Balance.
Und es geht um Gemeinschaft.
Ich habe wirklich versucht, mehr Ruhe hineinzubringen.
„Wir sprechen nur auf dem Rückweg.“
„Wer nicht reden möchte, läuft vorne.“
Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, das hält lange.
Dieser Austausch von Kochrezepten, spontane Verabredungen zum Kaffeetrinken, Gespräche über Gott und die Welt – ich weiß manchmal selbst nicht, worüber alles geredet wird.
Aber ich weiß: Es tut gut.
Dann gibt es die Sonntagsgruppe – meine jüngeren Waldgöttinnen zwischen 40 und 69 Jahren.
Viele stehen noch mitten im Berufsleben. Andere genießen gerade frisch die Rente.
Sonntagmorgen im Wald.
Das ist Hingabe.
Hier wird bewegt, gelacht, diskutiert, Wildkräuterduft eingeatmet –
und manchmal so herzlich gelacht, dass es offiziell unter Lachyoga läuft.
Diese Gruppe ist für alles bereit.
Im Winter: Wassertreten im Bach.
Jogginghose hochgekrempelt.
Daunenjacke an. Kaschmirmütze auf.
Erleuchtung trifft kalte Zehen.
Im Sommer:
Bachyoga.
Manche im Bikini.
Yoga im Wasser – herrlich kühl, herrlich lebendig.
Und danach werden Pläne geschmiedet:
Was könnte das noch toppen?
Vielleicht Savasana auf der Luftmatratze.
Ja. So darf Yoga sein.
Lebendig. Unperfekt. Echt.
Der Wald ist dabei unsere große Bühne.
Mal Lichtspiel.
Mal Wind.
Mal raschelnde Kulisse.
Mit so einer Umgebung –
und mit so unterschiedlichen, starken, warmherzigen Waldgöttinnen –
braucht es nicht viel mehr.
Kein perfektes Outfit.
Keine Performance.
Kein Druck.
Nur dich.
Deinen Atem.
Und die Bereitschaft, dich zu bewegen – im Körper und im Leben.
Waldyoga ist für mich keine Stunde im Kalender.
Es ist eine Haltung.
Aufrecht durchs Leben gehen.
Balancieren, wenn es wackelt.
Lachen, wenn es regnet.
Und wissen, dass in uns allen eine Göttin wohnt –
manchmal mit Kaschmirmütze,
manchmal im Bikini,
immer mit Herz.
Willkommen zwischen Himmel und Erde.